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Oberberghauptmann Abraham von Schönberg

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Er wurde berühmt als Verfasser der „Ausführlichen Berginformation“ und Initiator der Freiberger Stipendienkasse und gilt damit mit als „geistiger Vater“ der Gründung der Bergakademie.
In der langen Reihe der Männer aus dem großen und alten markmeißnischen Geschlecht von Schönberg, die von 1558 bis 1761 mit einer nur 23jährigen Unterbrechung dem sächsischen Oberbergamt zu Freiberg, der ältesten Bergmittelbehörde der deutschen Bergbaureviere, vorstanden, war ABRAHAM VON SCHÖNBERG (1640 bis 1711) der wohl bedeutendste. Er hat sich auch um die Förderung der Montanwissenschaft verdient gemacht haben.
Abraham wurde am 11. März 1640 in Freiberg geboren. Seine Mutter, Anna Maria v. Bünau, hatte sich dorthin vor den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges mit ihren sieben Kindern geflüchtet. Sein Vater Abraham, dem die Herrschaft Frauenstein samt Rechenberg gehörte und den dieser Krieg bereits ruiniert hatte, war bereits im August 1639 gestorben.1647 mußte Frauenstein verkauft werden. Abraham fand im Hause seines Vormunds, Nicol v. Schönberg, auf Oberschöna vorzügliche Aufnahme. Danach studierte er Philosophie, Staats- und Rechtswissenschaft in Jena und Wittenberg und schloss seine Ausbildung mit der Kavalierstour ab.

Der Tradition des Geschlechts Schönberg folgend, erlernte Abraham in Annaberg und Schneeberg den Bergmannsberuf. Schon im Juli 1663 wurde Abraham zum Kommissionsrat ernannt, 1668 Kurf. Rat und Vizeberghauptmann, 1670 wirklicher Berghauptmann, 1676 Oberberghauptmann, Amtshauptmann zu Freiberg und Tharandt und Kurf. Kammerherr, 1681 Kreishauptmann des Erzgebirgischen Kreises, 1697 Geheimer Rat und Exzellenz.
Alle vier Landesherren von Johann Georg II. bis August dem Starken und die leitenden Beamten der obersten Landesbergbehörde hatten klar erkannt, dass Abraham von Schönberg der rechte Mann zur rechten Zeit war, der die in der Montanwirtschaft bestehenden Missstände beseitigen und diese durch den langen Krieg und dessen Folgen völlig zerrüttete Grundstoffindustrie wiederaufbauen helfen konnte : Er besaß vorzügliche Fachkenntnisse, einen außerordentlichen Weitblick in wirtschaftlichen Dingen, eine starke organisatorische Begabung und hervorragende Charaktereigenschaften.
Seine Verdienste sind um so höher zu bewerten, weil er seit seinem 30. Lebensjahr an einer „von eingesogenen BergSchwaden und HüttenRauch„ herrührenden motorischen Lähmung der Oberschenkelmuskulatur litt, die ihn seit einem Beinbruch im Jahr 1697 auf ein dauerndes Krankenlager zwang. Mit bewundernswerter Energie erledigte er alle wichtigen Bergsachen auf seinem Krankenbett fast bis zum letzten Tag seines Lebens. Am 4.11.1711 starb er und wurde am 8.11.1711 im Kreuzgang des Freiberger Domes beigesetzt.
Die Zeitgenossen rühmten seinen ausgeprägten Sinn für das Praktische, unablässigen Fleiß, lauteren Charakter, makellosen Lebenswandel, ferner seine in fast fünfzigjährigem Dienst unter vier Landesherren bewährte Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit.
Seine umfangreiche Bibliothek enthielt neben vielen juristischen, volkswirtschaftlichen und technischen Schriften sorgsam ausgewählte Literatur über Chemie, deren Studium er mit großem Eifer betrieb.
Dienstliche Beziehungen, wissenschaftliche Interessen und persönliche Freundschaft verbanden ihn eng mit dem Freiberger Bergrat GOTTFRIED PABST VON OHAIN (1656 bis 1729), einem der besten Chemiker seiner Zeit, und dem bedeutenden Mathematiker, Physiker und Philosophen, und E. W. VON TSCHIRNHAUS (1651 bis 1708).

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